Frauke Heidemann, Autorin

Na toll. Noch eine, die Bücher schreibt. 

Es gibt einige Gründe, warum ich schreibe. Der einfachste Grund: Wenn ich nicht schreibe, dann werde ich unruhig. Das ist etwa so, wie wenn meine Zufuhr mit Kaffee oder Schokolade einbricht. Die Konsequenzen von dem Unruhestadium möchte ich euch allen lieber ersparen. Man könnte jetzt versuchen mit Meditation, Yoga oder Spaziergängen gegen die Unruhe anzukämpfen. Da ich aber ja als Autorin tätig bin, ist es auch nicht weiter schlimm, dass das Schreiben mein Ventil ist.

Ein weiterer Grund ist, dass ich es liebe, komplexe Themen einfach zu erklären: Es gibt zu viele Bücher und Artikel, die so kompliziert geschrieben sind, dass die Leser:innen mit der Aufgabe alleine gelassen werden, sich die Inhalte zu erklären. Das ist halt so. Eine:r muss es machen – Autor:in oder das Publikum.

Mein Anspruch ist, dass ich euch diese Aufgabe abnehme und selbst die komplexesten Themen so erkläre, dass ihr sie einfacher verstehen könnt und idealerweise auch noch etwas Spaß auf der Reise zur Erkenntnis hattet. Da die Realität dieser Tage teils zu absurd oder deprimierend ist, erkläre ich Dinge gerne am Beispiel von fiktiven Welten.

Meine Bücher

Das erste Buch, das ich veröffentlicht habe, war die Kurzfassung meiner Doktorarbeit. Und ja, es ist eine Kurzfassung, weil es laut Verlag nicht alle gleich spannend finden, jedes Problem in aller Tiefe mit mir zu erkunden. Das Buch beschäftigt sich mit neuen Trends in der Kriegsführung und der Frage, wann Staaten die Verantwortung tragen, wenn beispielsweise private Unternehmen in Kriegsaktivitäten involviert werden. Es werden Drohneneinsätze und autonome Waffensysteme diskutiert. Jahre später fühlt sich dies aktueller denn je an (und Grüße gehen raus an Anthropic – wenn der Privatsektor die Grenzen für Regulierungen setzen muss, weil die Regierung es nicht macht, läuft etwas schief!). Wenn es euch interessiert: Das Buch heißt State Responsibility and New Trends in the Privatization of Warfare (ja, der Nachname ist anders – es ist ein persönliches Rebranding erfolgt und ich habe vor einigen Jahren wieder meinen Geburtsnamen angenommen).

Mein zweites Buch war ein Völkerrechts-Lehrbuch der etwas anderen Art. In An International Law Perspective on Harry Potter vermittle ich die wesentlichen Prinzipien des Völkerrechts am Beispiel der magischen Welt. Warum? Nun, weil ich es kann und ein Nerd bin. Außerdem bietet einem der Abstand zu der politischen Realität die Chance, die Grundprinzipien zu verstehen, ohne sich in politische Diskussionen zu verstricken.

Es wird zeitnah auch eine übersetzte Fassung des Völkerrechts-Lehrbuchs auf Deutsch erscheinen (liegt schon beim Verlag) sowie ein Buch zu Harry Potter und Steuerrecht (ein Familienprojekt, mehr Infos folgen bald).

Nach all der Arbeit an Sachbüchern habe ich mich die letzten Jahre auch endlich an Belletristik gewagt. Mein erster Roman BreakingPoint ist eine Gesellschaftssatire und quasi das ungewollt gezeugte Kind von The Truman Show und dem Dschungelcamp. Der Roman ist gerade auf der Suche nach einem Verlag. Parallel habe ich mich direkt in das nächste Roman-Projekt gestürzt. Der beste Weg, die Stimmen im eigenen Kopf ruhig zu stellen, ist es schließlich, sie als eigene Charaktere in einem Roman Unheil anrichten zu lassen.

Und sonst so?

Dank intensiver Zufuhr habe ich mich in den letzten Jahren in eine menschliche Kaffeebohne verwandelt, die sehr viel Zeit damit verbringt, Seifenblasen zu pusten und Wackelaugen auf Dinge zu kleben.

Wenn ich nicht schreibe, rede ich gerne

Ich nutze das Unterrichten als Ventil für meinen Drang, sehr lange über alles sprechen zu wollen, was mich fasziniert. So profitieren wenigstens auch andere davon, wenn ich ohnehin nicht aufhören kann zu reden.

Hier ein Auszug davon, wo ich bisher meiner Leidenschaft nachgehen durfte, mit anderen zu meinen Lieblingsthemen zu diskutieren:

International Law Meets the Wizarding World – Otto Nagel Gymnasium Berlin, 2026

Harry Potter und das Völkerrecht – Universität Bern, 2025

Von Krieg und Frieden – Völkerrechtliche Friedenssicherungsmaßnahmen im 21. Jahrhundert – Deutsche Schülerakademie, 2019

Autonome Kriegsführung im 21. Jahrhundert: Sind Kampfroboter völkerrechtlich legitim? – Deutsche Schülerakademie, 2018

Wenn ihr an einer Uni oder Schule arbeitet und Lust habt, euren Studierenden oder Schüler:innen einen ungewöhnlichen Blick auf Völkerrecht und Literatur zu ermöglichen, meldet euch gerne bei mir.

Frauke Heidemann, Unterrichten