Bist du nicht die, die das Buch zu Harry Potter und Völkerrecht geschrieben hat?

Es ist jetzt über zwei Jahre her (2024, good old times), dass mein Buch An International Law Perspective on Harry Potter als Lehrbuch bei Springer erschienen ist. Ja, ein Harry-Potter-Lehrbuch.

Seit der Veröffentlichung ist einiges passiert. Und ich meine damit ausnahmsweise mal nicht das geopolitische Chaos, was uns allerorts umgibt. Hier geht es um meinen persönlichen Mikrokosmos.

Um es vorweg zu nehmen: Nein, mit so einem Lehrbuch verdient man kein Geld (wenn das bei euch anders ist, meldet euch bitte und teilt eure Tipps!). Die Frage kommt erstaunlich oft und wird vermutlich allen Autor:innen ein müdes Grinsen abringen. Das bedeutet aber bei Weitem nicht, dass es sich nicht lohnt ein Buch zu schreiben. Hier eine kleine Motivation basierend auf meinen eigenen Erfahrungen aus den letzten beiden Jahren:

  • Die Universität Bern hat mich dazu eingeladen, ein Seminar zu “Harry Potter und das Völkerrecht” zu unterrichten – ich hatte selten so viel Spaß beim Unterrichten!
  • The Auxiliary Chamber von Bram Burger hat mich im August 2024 in den Podcast eingeladen
  • Ich wurde von Qian Qin für seinen YouTube Kanal (und natürlich seinen Bilibili Kanal) interviewed
  • Die Fletcher School der Tufts University hat mich zur Buchvorstellung eingeladen
  • Ich durfte Buchrezensionen lesen (unter anderem von Jannina Schäfer, die selbst ein Buch zu Harry Potter und Strafrecht geschrieben hat)
  • Ich durfte eine Stunde zu Völkerrecht und Harry Potter an der
  • Mein Papa hat dem Buch 5 Sterne auf Goodreads gegeben
  • Und, jetzt kommt die schamlose Werbung in eigener Sache, ich habe mein Buch übersetzt und es wird Ende 2026 die deutsche Version des Buches Vom Völkerrecht und Harry Potter erscheinen (ich habe übrigens in dem Zusammenhang gelernt, dass übersetzen extrem anstrengende Arbeit ist und habe seitdem noch mehr Hochachtung vor dieser Tätigkeit)

Was mich während der letzten zwei Jahre immer wieder gefreut hat, waren die völlig unerwarteten Momente, wenn jemand von meinem Buch gehört oder es sogar gelesen hatte und mich darauf angesprochen hat. Schreiben ist ein sehr einsamer Prozess und ja, man macht es teils für sich selbst, aber natürlich auch, weil man denkt, dass es da draußen jemanden gibt, der sich freut, diese Bücher zu lesen. Deshalb ein riesiges Dankeschön an alle, die sich über die diversen Kanäle oder noch besser im echten Leben gemeldet haben, um zu sagen, dass sie Freude an dem Buch hatten.